Verspäteter Urlaubsflug: Streit wird wohl am EuGH entschieden

Wann steht Flugreisenden Geld von der Fluggesellschaft für eine Verspätung zu? In dieser Frage ruft der Bundesgerichtshof wohl erneut den Europäischen Gerichtshof an, wie sich in der Verhandlung über eine Urlaubsreise in Karlsruhe abzeichnete.

Prinzipiell haben Passagiere bei einem innereuropäischen Flug je nach Entfernung Anspruch auf 250 oder 400 Euro, wenn sie drei oder mehr Stunden zu spät am Ziel sind. Unklar ist, ob das auch für eine Familie gilt, die von Hamburg über Gran Canaria nach Fuerteventura reisen wollte. Weil der erste Flieger eine kleine Verspätung hatte, verpassten die Pauschalurlauber ihren Anschluss mit einer anderen Maschine und kamen 14 Stunden zu spät an. Die Frage ist, ob dafür die erste Fluggesellschaft verantwortlich gemacht werden kann.

Die Flüge wurden zwar beide zusammen über einen Reiseveranstalter gebucht, es gab aber keinen einheitlichen Flugschein. Diese Konstellation ist den Richtern zufolge neu. Eine Entscheidung sollte am Mittag bekanntgegeben werden. (Az. X ZR 138/15)