Verstöße gegen Waffenruhe im Donbass

Separatisten und Regierungseinheiten in der Ostukraine haben sich gegenseitig Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe vorgeworfen. Die ukrainische Armee habe mehrere Stellungen unter Feuer genommen, teilten die Aufständischen in Donezk mit.

Das Militär sprach seinerseits von Angriffen der prorussischen Gruppen. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatte zuletzt von mehreren Schusswechseln im Konfliktgebiet gesprochen, eine konkrete Schuldzuweisung aber vermieden.

Die prorussischen Rebellen in den Separatistenhochburgen Donezk und Lugansk haben nach eigenen Angaben mit dem vereinbarten Abzug schwerer Waffen aus der Krisenregion begonnen. «Wir werden dies fortsetzen, wenn die Führung in Kiew auch Bemühungen zeigt», sagte Separatistenführer Denis Puschilin. Am Mittwoch hatten die militanten Gruppen den Verkehrsknotenpunkt Debalzewo eingenommen. Experten, auch in Kiew, sprechen von einer «Frontbegradigung» und halten es für wahrscheinlich, dass es im Donbass vorerst nicht zu neuen Gewaltexzessen kommt.