VfL mit Glücks-Remis in Mainz - Allofs: «Nicht so wach»

Haarscharf ist der VfL Wolfsburg an der zweiten Auswärtsniederlage in Serie in der Fußball-Bundesliga vorbeigeschrammt. Der Tabellenzweite und Champions-League-Aspirant kam beim FSV Mainz 05 nicht über ein glückliches 1:1 (0:1) hinaus.

VfL mit Glücks-Remis in Mainz - Allofs: «Nicht so wach»
Torsten Silz VfL mit Glücks-Remis in Mainz - Allofs: «Nicht so wach»

Luiz Gustavo glich die frühe Mainzer Führung durch Kapitän Niko Bungert (8. Minute) nach 61 Minuten aus. Die Rheinhessen hatten es in der starken ersten Halbzeit versäumt, einen deutlicheren Vorsprung herauszuschießen. «Wir haben den Kampf nicht angenommen in der ersten Halbzeit. Wir waren nicht so wach, wie wir es sein sollten», kritisierte Manager Klaus Allofs.

«Mainz hätte noch ein paar Tore mehr schießen können, weil wir in der ersten Halbzeit nicht auf dem Platz waren», sagte der Ex-Mainzer und Neu-Wolfsburger André Schürrle, der von den 32 236 Zuschauern überaus freundlich begrüßt worden war. «Das war unglaublich schön. Die Mainzer Fans sind einmalig.»

Für den neuen FSV-Trainer Martin Schmidt blieb ein «zwiespältiger Eindruck» nach seinem fünften Bundesligaspiel. «Wir haben ein gutes Spiel gemacht, hatte viele Chancen. Wir hätten mehr verdient als einen Punkt, vielleicht eineinhalb oder zwei Punkte», sagte der Schweizer im TV-Sender Sky. Mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz ist der FSV nach dem Punktgewinn Tabellen-Elfter. Da konnte es Schmidt leicht verschmerzen, dass er den Startrekord der einstigen Trainer-Größen Jürgen Klopp und Thomas Tuchel nicht verbessern konnte.

Wolfsburg verteidigte trotz der verlorenen zwei Zähler souverän den zweiten Tabellenplatz hinter Rekordmeister Bayern München und vor Bayer Leverkusen. «Wir müssen glücklich sein mit dem Punkt», meinte Luiz Gustavo. Drei Tage nach dem 2:1-Triumph in der Europa League in Mailand hatte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking die Rotationsmaschine angeworfen. Mit Sebastian Jung, Naldo, Marcel Schäfer, Maximilian Arnold, André Schürrle und Nicklas Bendtner standen gleich sechs neue Spieler in der Startelf. Im Gegensatz zu Christian Träsch hatten Robin Knoche, Ricardo Rodriguez, Daniel Caligiuri, Vieirinha und Bas Dost einen Platz auf der Bank. «Wir haben in den vergangenen Wochen ein Riesenpensum absolviert», begründete Hecking die vielen Wechsel.

Sein Gegenüber Schmidt ersetzte nach dem 2:0-Erfolg in Augsburg lediglich den am Knie verletzten Jonas Hofmann durch den Südkoreaner Ja-Cheol Koo. Seine Elf begann so, wie es ihr Trainer gefordert hatte: Sie machte enormen Druck. Schon in der achten Minute setzte sich Kapitän Bungert nach einer Geis-Ecke gegen Naldo und Klose durch und köpfte wuchtig ein. «

Auch danach blieben die Mainzer hellwach. Giftig im Zweikampf, schnell im Umschaltspiel. Und immer gefährlich, auch bei Standardsituationen. Nach gut einer halben Stunde traf Geis aus 28 Metern nur das Aluminium. Die Wolfsburger konnten froh sein, dass sie nur ein Gegentor kassiert hatten.

In der Pause reagierte Hecking, brachte Vierinha und Perisic und richtete seine Elf somit offensiver aus. Nach gut einer Stunde traf Luiz Gustavo nach einem Solo mit einem Fernschuss nur den Posten, als sein Gegenspieler Julian Baumgartlinger im Mittelfeld ausgerutscht war. Wenig später dann traf der Brasilianer. Nach einer De-Bruyne-Ecke legte Naldo auf, Gustavo köpfte ein und verhinderte so die nächste Auswärtsniederlage nach dem 0:1 in Augsburg.

Ballbesitz in %: 41,5 - 58,5

Torschüsse: 22 - 8

gew. Zweikämpfe in %: 50,3 - 49,7

Fouls: 11 - 17

Ecken: 8 - 4

Quelle: optasports.com