Videoplattform UltraViolet geht in Deutschland an den Start

Die neue Videoplattform UltraViolet geht in Deutschland an den Start. Über die nächsten Monaten hinweg werden die ersten Filme für die Plattform in den Handel kommen.

Dies kündigte Andreas Bork von Sony Pictures in Berlin auf der Konferenz NewTV Summit des Branchenverbands Bitkom an. Das branchenübergreifende Konsortium will eine legale und leicht nutzbare Alternative zu illegalen Downloads bieten.

UltraViolet soll neue Rechtestandards etablieren, die den veränderten Nutzungsgewohnheiten der Kunden besser entsprechen, sagte Bork. Beim Kauf einer Blu-ray-Disk etwa soll der Film dem Nutzer über die Cloud auch digital zum Anschauen auf verschiedenen Geräten zur Verfügung stehen, etwa einem Computer oder dem Tablet.

Am 3. Dezember werde Sony seine Website an den Start bringen, über die Nutzer die entsprechenden Codes einlösen und einen Account einrichten können, erste Filmtitel werden dann verfügbar sein. Bei den Datenträgern wird auf der Verpackung ein entsprechendes Logo auf den Service aufmerksam machen.

Die neue Plattform war in den USA und Großbritannien bereits 2011 an den Start gegangen. Dahinter stehen große Hollywood-Studios wie Sony Pictures und Warner Bros., Handelsketten wie Wal Mart, Kabel-Betreiber sowie Hardware-Hersteller wie Toshiba, Panasonic oder Philips. Das amerikanische Konsortium DECE (Digital Entertainment Content Ecosystem) verwaltet die Rechteverwertung für die offene Plattform. Das Konsortium wurde bereits 2008 gegründet und hat nach Angaben von Bork inzwischen rund 80 Unternehmen als Mitglieder.