Viel Beifall für Paul Simon und Sting

Paul Simon (73) und Sting (63): Das erste gemeinsame Deutschland-Konzert der beiden älteren Herren hat am Montagabend rund 12 500 Menschen in der ausverkauften Berliner O2-World begeistert.

Viel Beifall für Paul Simon und Sting
Britta Pedersen Viel Beifall für Paul Simon und Sting

Welthits wie «The Boxer» und «Roxanne», «Fragile» und «Mrs. Robinson» klangen deutlich anders als gewohnt. Am schönsten natürlich, wenn die beiden Weltstars ihre seit Jahrzehnten vertrauten Stimmen tatsächlich im Duett erklingen ließen - was aber die Ausnahme war an diesem Abend.

«Guten Abend, meine Damen und Herren», grüßt Sting artig auf Deutsch. «Welcome to our experiment» ergänzt Simon auf Englisch. Der Ältere präsentiert sich locker und als echter Entertainer, ein bisschen angestrengt dagegen Sting, dafür mit neuer Frisur und etwas zauseligem Vollbart.

Seit einem Jahr sind sie schon gemeinsam auf Tour, und es macht wohl immer noch Spaß. Fast drei Stunden, ohne Pause, führen sie das Publikum weit zurück in die Popgeschichte, immerhin ist Paul Simon seit rund 40 Jahren auf den Bühnen der Welt unterwegs. Sein ehemaliger Partner Art Garfunkel singt übrigens am 17. März in München.

Geschickt teilen sich Simon und Sting den Abend auf, die Überleitung vom einen zum anderen ist dann immer ein kleiner gemeinsamer Auftritt. Richtig Fahrt bekommt das Projekt dann noch einmal ganz zum Schluss. Bei «Every Breath You Take» und «Bridge Over Troubled Water» harmonieren die Stimmen tatsächlich beeindruckend. Spaß gemacht hat es aber auch schon vorher.