Viele Nazi-Juristen konnten im Bundesjustizministerium weiterarbeiten

Mehr als die Hälfte der Führungskräfte, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Justizministerium arbeiteten, waren vorher Mitglieder der NSDAP. Viele aus der Leitungsebene waren vor 1945 außerdem in den Ministerien des NS-Staates direkt an der Umsetzung des «Führerwillens» beteiligt. Das zeigt eine Untersuchung über die NS-Vergangenheit des Bundesjustizministeriums. Bundesjustizminister Heiko Maas zufolge waren 53 Prozent von ihnen ehemalige NSDAP-Mitglieder, jeder fünfte war ein SA-Mann, und 16 Prozent kamen aus dem früheren Reichsjustizministerium.