Von Dresden nach London: Fischer übernimmt British Museum

Der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Hartwig Fischer, ist zum Direktor des British Museum in London berufen worden. Wie das sächsische Kunstministerium am Dienstag bestätigte, wird der 53-Jährige das Angebot annehmen.

«Es ist eine hohe Auszeichnung und Ehre, das British Museum zu leiten», sagte Fischer. Das British Museum zählt zu den größten und wichtigsten kulturgeschichtlichen Museen der Welt.

Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit den Trustees und Kollegen, «die zurecht für ihre Arbeit weltweit höchste Achtung genießen, um mit ihnen diese einzigartige Institution in die Zukunft zu führen», erklärte Fischer.

Fischer folgt dort auf Neil MacGregor, der Gründungsintendant des Humboldtforums im rekonstruierten Berliner Stadtschloss wird. Es ist das erste Mal seit fast 200 Jahren, dass die weltberühmte Sammlung mit rund 6,7 Millionen Besuchern pro Jahr von einem Ausländer geleitet wird. Damit wechselt zum zweiten Mal ein SKD-Chef an ein britisches Nationalmuseum. Fischers Vorgänger Martin Roth leitet seit 2011 das Victoria and Albert Museum in London.

Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) bedauerte Fischers Weggang sehr. «Die Entscheidung trifft uns hart», sagte sie und würdigte ihn als «hervorragenden Fachmann und Museumsdirektor», der den SKD zu neuer Geltung verholfen habe. Mit Hilfe einer Findungskommission soll nun ein Nachfolger für ihn gefunden werden.