«Von Schiele bis Grosz» in Berlin

Werke von Max Beckmann, Otto Dix, George Grosz, Oskar Kokoschka, Egon Schiele und Gustav Klimt sind in einer großen Sonderausstellung in Berlin zu sehen.

«Von Schiele bis Grosz» in Berlin
Tim Brakemeier «Von Schiele bis Grosz» in Berlin

«Wien Berlin. Kunst zweier Metropolen» zeigt zentrale Bilder der Moderne aus beiden Städten. Die Schau mit 200 Exponaten wird erstmals vom Donnerstag bis zum 27. Januar in der Berlinischen Galerie präsentiert. Danach wandert sie nach Wien in die Galerie Belvedere (14. Februar bis 15. Juni 2014).

«Die Ausstellung versucht etwas vollkommen Neues», erklärt der Berliner Museumsdirektor Thomas Köhler in einem Video. «Sie untersucht zum ersten Mal die wechselvollen Beziehungen zwischen beiden Städten und spannt einen Bogen von den Sezessionen bis hinein in die 20 Jahre.» Highlights der Epoche werden bei der Schau mit unbekannteren Werken kombiniert.

Köhler verwies auf die damaligen Unterschiede zwischen beiden Städten: «Die Kunst in der kreativen Hauptstadt Wien war nervös, etwas überanstrengt und dekadent und ließ schon ein wenig das Ende einer Epoche ahnen. Berlin hingegen suchte nach dem Anschluss an die europäische Avantgarde und kämpfte gegen den starren kaiserlichen Kunstgeschmack.»

Die Kulturstiftung der Länder verwies am Mittwoch auf zwei Werke in der Ausstellung, die für die Berlinische Galerie angekauft wurden: Max Beckmanns Lithographien «Berliner Reise» (1922) und Otto Dix' Federzeichnung «So sah ich als Soldat aus» (1924). Die Werke des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit stammen aus der Sammlung Florian Karsch.