Vor Eröffnungsfeier noch organisatorische Probleme

Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro gibt es Probleme mit dem Verkehr und zu wenigen Sicherheitsschleusen am olympischen Park.

Vor Eröffnungsfeier noch organisatorische Probleme
Sebastian Kahnert Vor Eröffnungsfeier noch organisatorische Probleme

Wie ein Sprecher des Organisationskomitees am Mittwoch sagte, werde alles getan, diese Engpässe rechtzeitig zu beheben. Gute Nachrichten gibt es hingegen zur Wasserqualität unter anderem im Segelrevier.

Nach einer letzten Präsentation der Macher der Rio-Spiele vor der IOC-Session am Mittwoch mahnte IOC-Präsident Thomas Bach, die Probleme rasch zu beheben. «Es ist Zeit zu liefern», rief er dem Organisationskomitee auf der Hauptversammlung der IOC-Mitglieder, der sogenannten Session, zu. «Jetzt geht es richtig los.»

Einige IOC-Mitglieder trugen Klagen ihrer Delegationen vor, dass sich beispielsweise an den Sicherheitsschleusen schon lange Schlangen bildeten, obwohl die Spiele doch erst am Freitag starten würden. Das Organisationskomitee begründete den Engpass mit zu wenig Personal. Der Fehler liege bei der zuständigen Sicherheitsfirma. Im olympischen Park liegen Sportstätten wie die Schwimmhalle und das Velodrom der Radsportler sowie das Medienzentrum.

Klagen gab es auch über Staus auf den Straßen Rios. Auch in diesem Fall sicherten die Macher der Spiele zu, rasch Abhilfe vor allem in dichter bevölkerten Stadtteilen mit Sportstätten zu schaffen.

Der Präsident des Organisationskomitees, Carlos Nuzman, und Geschäftsführer Sidney Levy räumten ein, dass es weiterhin schwierig sei, die ersten Sommerspiele in Südamerika zu organisieren.

Brasilien wird von einer Wirtschaftskrise geplagt. Den Veranstaltern fehlt schlicht Geld. Notkredite der brasilianischen Regierung haben die Löcher gestopft. Der Ticketverkauf ist eher schleppend. Besucher dürften von Schlagzeilen über das Zika-Virus und Sicherheitsbedenken abgeschreckt worden sein.

Bessere Nachrichten gibt es für Segler, Freiwasserschwimmer und Ruderer. Die Organisatoren versicherten erneut, dass die Wasserqualität gesundheitlich unbedenklich sei. Das gelte auch für die Guanabara-Bucht im Schatten des Zuckerhuts, wo die olympischen Segelwettbewerbe ausgetragen werden. Vor Copacabana wird geschwommen, die Ruderer und Kanuten kämpfen in einer großen Lagune bei Copacabana um Gold.

Auch IOC-Sprecher Mark Adams hob noch einmal hervor, dass die Wasserqualität gut sei. «In den vergangenen 15 Tagen sind viermal am Tag Wasserproben genommen worden», sagte Adams. «Sie genügten immer den Vorschriften der Weltgesundheitsorganisation WHO.»

Größtes Sorgenkind war wegen der Einleitung von bis zu 18 000 Liter an ungeklärten Abwässern pro Sekunde die Guanabara-Bucht. Sie ist größer als das ganze Bundesland Bremen. Allerdings macht umhertreibender Müll den Veranstaltern noch Probleme. Inzwischen sind nach deren Angaben etwa zehn zusätzliche Reinigungsboote unterwegs.