Vor Großbrand in Flüchtlingsunterkunft Streit um Ramadan

Vor dem Großbrand in einer Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft hat es Zeugen zufolge Streit um die Beachtung des islamischen Fastenmonats Ramadan gegeben.

Vor Großbrand in Flüchtlingsunterkunft Streit um Ramadan
David Young Vor Großbrand in Flüchtlingsunterkunft Streit um Ramadan

Bei der mittäglichen Essensausgabe sei es zu den Streitigkeiten gekommen, dies hätten die zuständigen Mitarbeiter des Roten Kreuzes berichtet, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und bestätigte Medienberichte. Dabei sei es um die ordnungsgemäße Beachtung des muslimischen Fastenmonats gegangen. Ob ein Zusammenhang zur Brandstiftung bestehe, werde noch geprüft.

In der Halle hätten Christen und Muslime unter einem Dach gelebt, berichtete eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes. Die Stimmung sei schwierig gewesen und habe sich mit Beginn des Ramadans noch verschlechtert. Es sei zu Gewalttätigkeiten gekommen. DRK-Mitarbeiter, Wachleute und Polizisten seien bespuckt und mit Schuhen beworfen worden. Die unterschiedlichen Gruppen hätten sich jeweils benachteiligt gefühlt, obwohl mit einer Essensausgabe um 22.00 Uhr auf die Belange der Muslime im Ramadan Rücksicht genommen worden sei.