VW könnte trotz Falschangaben CO2-Grenzen eingehalten haben

Volkswagen könnte von EU-Bußen für falsche CO2-Werte verschont bleiben. «Derzeit können wir nicht darüber spekulieren (...), ob es eine Überschreitung der durchschnittlichen CO2-Zielwerte für die Flotte (des Konzerns) gegeben hat», sagte eine Sprecherin der EU-Kommission.

VW könnte trotz Falschangaben CO2-Grenzen eingehalten haben
Ulrich Perrey VW könnte trotz Falschangaben CO2-Grenzen eingehalten haben

Sie erklärte, VW habe in den vergangenen Jahren Werte des klimaschädlichen Gases CO2 gemeldet, die insgesamt etwa 10 Prozent unter dem erlaubten Flottendurchschnitt des Unternehmens lagen.

Ein EU-Gesetz aus dem Jahr 2009 regelt Einzelheiten zu den CO2-Vorgaben und zu möglichen Strafzahlungen bei Verletzung der Zielwerte. Ob diese überschritten wurden, hängt also davon ab, wie stark VW die gemeldeten Werte korrigieren muss - der Autobauer könnte theoretisch auch darunter bleiben.

Seit 2012 gibt es für die Autohersteller CO2-Grenzwerte, die sie im Durchschnitt der Neuwagen ihrer Flotte einhalten müssen. Wenn diese nicht erfüllt werden, können Strafzahlungen fällig werden.

EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete hatte am Montag in einem Brief an VW-Konzernchef Matthias Müller Klarheit dazu verlangt, welche Modelle und wie viele Autos bei VW von den Unregelmäßigkeiten betroffen waren. Cañete bat um Antwort binnen zehn Tagen - diese Frist liefe am 19. November ab.