VW, Opel und andere Autobauer im Visier der Kartellbehörden

Volkswagen, Opel und andere Autobauer sind wegen möglicher Preisabsprachen ins Visier spanischer Wettbewerbshüter geraten. Nach Angaben der nationalen Kartellbehörde CNC besteht der Verdacht, dass die Firmen marktrelevante Informationen ausgetauscht und Preise sowie die Bedingungen von Dienstleistungs- und Verkaufsverträgen abgesprochen haben.

Volkswagen wollte sich wegen der laufenden Ermittlungen am Donnerstag nicht näher äußern. Selbstverständlich kooperiere man mit den Behörden, hieß es. Opel wies die Vorwürfe zurück. Die Opel-Mutter General Motors betonte, GM Spanien habe sich niemals an einem Kartell irgendeiner Art beteiligt. Man werde die Behörden bei ihren Untersuchungen unterstützen.

Im Juni und Juli sei bei Prüfungsbesuchen von Firmenzentralen und Verkaufsräumen belastendes Material gesammelt worden, hatten die Kartellwächter am Mittwochabend erklärt. Die Ermittlungsverfahren müssen den Angaben zufolge spätestens nach 18 Monaten abgeschlossen sein. Bei Verurteilungen können nach Angaben der CNC Strafen von bis zu zehn Prozent des letzten Jahresumsatzes der jeweiligen Unternehmen verhängt werden.

Betroffen sind laut CNC auch Konzerne wie Peugeot, Toyota, Ford, Nissan, Chrysler, Chevrolet, Fiat und Renault sowie deren Auslieferer und mehrere Verbände.