Wachleute bestreiten willkürliche Gewalt gegen Flüchtlinge

Im Prozess um Übergriffe auf Flüchtlinge in einem Essener Übergangsheim haben die angeklagten fünf Wachmänner die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft im Wesentlichen bestritten. Von willkürlichen Attacken könne keine Rede sein, versicherten sie beim Prozessauftakt vor dem Amtsgericht.

Wenn es tatsächlich einmal körperliche Auseinandersetzungen gegeben habe, dann nur, um sich gegen Angriffe von Asylbewerbern zu wehren.

«Wir waren sehr ruhig, die anderen dagegen äußerst aggressiv», sagte einer der Angeklagten. Es liege ihm völlig fern, grundlos Ausländer zu schlagen oder zu treten. Die 24 bis 39 Jahre alten Angeklagten waren als Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes eingesetzt. Ihnen wird vorgeworfen, im vergangenen September mehrere Asylbewerber geschlagen und getreten zu haben. Die Anklage lautet auf gemeinschaftliche Körperverletzung.