WADA: Vorwürfe gegen Russland werden «Ekel» hervorrufen

Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat bestürzt auf die ARD-Doku «Geheimsache Doping: Russlands Täuschungsmanöver» über Verstöße gegen Auflagen nach dem Betrugsskandal in der Leichtathletik reagiert.

WADA: Vorwürfe gegen Russland werden «Ekel» hervorrufen
Christian Escobar Mora WADA: Vorwürfe gegen Russland werden «Ekel» hervorrufen

«Zu einem Zeitpunkt, bei dem das Vertrauen in den Sport nur hauchdünn ist, sind diese beunruhigenden Behauptungen nicht dazu angetan, das Vertrauen in das russische Anti-Doping-System zu stärken», sagte WADA-Präsident Sir Craig Reedie laut einer Mitteilung.

«Die Behauptungen deuten darauf hin, dass noch viel, viel Arbeit in Russland getan werden muss und wir in voller Kooperation mit den russischen Behörden den Schaden rückgängig machen müssen», sagte Reedie. «Solange dies nicht geschieht, werden saubere Athleten kein Vertrauen haben, dass es gleiche Wettbewerbsbedingungen gibt.»

In der ARD-Dokumentation wurde unter darüber berichtet, dass wegen Dopings gesperrte Trainer weiter Athleten trainieren, ein Cheftrainer mit verbotenen Substanzen handelt und die neue Chefin der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA zuvor als Abteilungsleiterin regelwidrige Terminabsprachen mit Athleten für Doping-Tests getroffen hat.

Dies seien Handlungen «die ein weltweit akzeptiertes Anti-Doping-System unterlaufen», meinte Reedie. «Die Vorwürfe werden weiteren Ekel bei sauberen Athleten auf der ganzen Welt hervorrufen und in ihren Köpfen verstärken, dass es noch viel zu tun gibt, um die Anti-Doping-System in Russland zu reparieren.»