Währungsturbulenzen in China treffen Dax erneut hart

Die jüngste Talfahrt beim Dax wegen der Sorgen um deutsche China-Exporte hat sich am Mittwoch noch einmal rasant beschleunigt.

Der Leitindex brach zum Handelsschluss um 3,27 Prozent auf 10 924,61 Punkte ein und verzeichnete damit den bislang zweithöchsten Verlust in diesem Jahr.

Zeitweise notierte er am Mittwochnachmittag sogar unter 10 900 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um weitere 2,84 Prozent auf 20 234,60 Punkte abwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 2,54 Prozent auf 1713,92 Punkte.

Die Zeichen mehren sich, dass die chinesische Wirtschaft ernste Probleme hat: Nicht nur dass die Zentralbank die Landeswährung Yuan den zweiten Tag in Folge deutlich abwertete - das nationale Statistikamt berichtete auch über eine schwächer als erwartet gestiegene Industrieproduktion und ein enttäuschendes Wachstum im Einzelhandel.

Unter den europäischen Indizes sei der Dax von der jüngsten Entwicklung in China besonders betroffen, weil Deutschland als starkes Exportland natürlich am meisten von China abhänge und die Wettbewerbsfähigkeit bei einem schwächeren Yuan und ebenfalls wieder stärkeren Euro leide, sagte ein Börsianer.