Wahl auf Sri Lanka: Knappes Rennen um die Mehrheit

Bei der Parlamentswahl in Sri Lanka zeichnet sich ein knappes Ergebnis ab. Ex-Präsident Mahinda Rajapaksa hatte am Dienstag Medienberichten zufolge schon seine Niederlage eingestanden, doch seine Parteiallianz UPFA konnte im Laufe der Auszählung überraschend Boden gutmachen.

Wahl auf Sri Lanka: Knappes Rennen um die Mehrheit
Str Wahl auf Sri Lanka: Knappes Rennen um die Mehrheit

Ein offizielles Ergebnis wird erst nach der Auszählung aller 22 Wahlbezirke vorliegen. Es wird für Dienstagabend erwartet. Bis zum Vormittag (MESZ) hatte die Regierungspartei UNP von Premierminister Ranil Wickremesinghe sechs Wahlbezirke sicher, die UPFA acht, wie die Wahlkommission mitteilte. Zwei Bezirke im Norden des Landes gingen an die Tamilenpartei JVP. Landesweit liegt die UNP jedoch nach Prognosen des Senders Hiru.tv mit 45 Prozent der Stimmen knapp vor der UPFA mit 42 Prozent.

Rajapaksa war im Januar überraschend abgewählt worden. Mit der Parlamentswahl vom Montag wollte er zurück in die Politik. Er hatte im Jahr 2009 mit harter Hand den Krieg mit den tamilischen Rebellen der LTTE auf der Insel beendet.

Die rund 15 Millionen Wähler konnten über 225 Parlamentssitze abstimmen. Für einen Wahlgewinn bräuchte Rajapaksa 113 Sitze. Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Schätzungen bei etwa 70 Prozent.