Waldgebiet wegen 250 Kilo hochexplosiven Sprengstoffs abgesperrt

Wegen 250 Kilogramm hochexplosiven Sprengstoffs hat die Polizei ein Waldgebiet in Dossenheim (Baden-Württemberg) weiträumig abgesperrt. Aus Sicherheitsgründen transportierten Experten das Material mit ferngelenkten Robotern in einen nahe gelegenen Steinbruch.

Waldgebiet wegen 250 Kilo hochexplosiven Sprengstoffs abgesperrt
Rene Priebe Waldgebiet wegen 250 Kilo hochexplosiven Sprengstoffs abgesperrt

Dort solle der Sprengstoff kontrolliert abgebrannt oder zur Explosion gebracht werden, teilte die Polizei mit. Die Arbeiten sollten bis zum Samstag in den Morgenstunden dauern, weil mehrere Transporte nötig seien.

Mitarbeiter eines Nachlassverwalters hatten den Sprengstoff und den dazugehörigen Zünder am Donnerstag auf dem Privatgelände eines vor mehreren Monaten gestorbenen Steinbrucheigentümers gefunden. Am Freitagmorgen hatten Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst das Material begutachtet.

Nach ersten Erkenntnissen der Experten handelt es sich bei dem Sprengstoff um einen sogenannten überlagerten, mehr als zehn Jahre alten Sprengstoff, aus dem schon hochexplosives Sprengöl ausgetreten sei. Auch die Zünder wiesen fortgeschrittene Korrosionsspuren auf und würden gerade deshalb als äußerst gefährlich eingestuft. Eine Gefahr für die Bevölkerung in der Nähe des Steinbruchs bestehe aber nicht.