Wall Street lastet auf Dax

Schwache Vorgaben aus Übersee und die Unsicherheiten um Griechenland haben den deutschen Aktienmarkt zum Handelsstart nach unten gezogen. Positiv aufgenommene Geschäftsberichte der Deutschen Bank und des Halbleiter-Konzerns Infineon hielten die Abschläge aber in Grenzen.

Der Dax fiel am Morgen um 0,57 Prozent um 10 649,80 Punkte. Der Leitindex bleibt damit nahe seinem jüngst erreichten Allzeithoch bei 10 810 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es zuletzt um 0,82 Prozent auf 18 565,66 Punkte runter. Der TecDax verlor 0,53 Prozent auf 1491,07 Punkte. Der EuroStoxx-50-Index bröckelte um 0,62 Prozent ab.

Die fortgesetzte Talfahrt der Ölpreise und Aussagen der US-Notenbank Fed hatten der Wall Street am Vortag zugesetzt. Auch die asiatischen Börsen lagen am Donnerstag im Minus. Nach der Bildung einer Links-Rechts-Regierung in Griechenland sorgten sich zudem einige Börsianer vor neuer Instabilität in Europa, sagten Händler.

Für eine positive Überraschung sorgte die Deutsche Bank, die einen Gewinn im Schlussquartal ausweisen konnte. Sie schnitt aber auch bei den Erträgen besser ab als von Analysten erwartet. Die Zahlen seien auf den ersten Blick sehr gut ausgefallen - es spielten aber auch viele Sondereffekte eine Rolle, sagte ein Börsianer. So seien die Rechtskosten beispielsweise viel geringer ausgefallen als befürchtet. Die Titel gewannen an der Dax-Spitze 1,59 Prozent auf 25,55 Euro.

Infineon-Aktien profitierten mit einem leichten Kursplus ebenfalls von guten Geschäftszahlen. Sie erreichten bei 10,05 Euro ein Hoch seit November 2007. Der Halbleiter-Hersteller hat seine Prognose erhöht. Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank sprach von einem starken Start ins neue Geschäftsjahr.