Warnung vor Islamisten - Mehrere Menschen festgesetzt

Nach einer Warnung vor gewaltbereiten Islamisten hat die Polizei in Bremen mehrere Menschen festgesetzt. «Jetzt sind einige in Gewahrsam», sagte ein Polizeisprecher am Abend.

Warnung vor Islamisten - Mehrere Menschen festgesetzt
Carmen Jaspersen Warnung vor Islamisten - Mehrere Menschen festgesetzt

Dieses Vorgehen werde angewendet, wenn Gefahr drohe. Außerdem habe es eine vorläufige Festnahme wegen des Verdachts auf eine Straftat gegeben.

«Das sind auf jeden Fall Leute, die mit der Gefährdungslage durch islamistische Gewalttäter in Bremen zu tun haben», hieß es weiter. Am Morgen hatte die Bremer Polizei vor einer möglichen Gefahr durch gewaltbereite Islamisten gewarnt, ohne Details zu nennen. Die Hinweise dazu kamen nach Angaben der Polizei am Freitagabend aus einer Bundesbehörde.

Zuvor hatte die Polizei in Bremen ihre Präsenz in der Innenstadt massiv erhöht. Rund um die Bürgerschaft, das Rathaus und den Dom waren Polizeibusse zu sehen. Auch eine Synagoge erhielt zusätzlichen Schutz, berichtete eine dpa-Fotografin. Die Beamten waren teils mit Maschinenpistolen ausgerüstet. Man reagiere mit jeweils abgestimmten und angepassten Sicherheitsmaßnahmen auf die Gefährdungslage, erklärte die Polizei.

Bremen gilt als eine Hochburg radikaler Islamisten. Zuletzt wurden nach Angaben von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) rund 360 Salafisten vom Verfassungsschutz beobachtet.

Zuletzt hatte Mitte Februar eine Terrorwarnung zur kurzfristigen Absage des Karnevalsumzugs in Braunschweig geführt. Im Januar waren in Dresden eine Pegida-Demonstration und alle weiteren Kundgebungen am gleichen Tag verboten worden. Am Freitagabend hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei einer Diskussion in Braunschweig betont, dass ein Anschlag in Deutschland «nicht total auszuschließen» sei.