Warschau will Dreier-Gipfel mit Deutschland und Frankreich

Polens Außenminister Witold Waszczykowski will die Zusammenarbeit mit Deutschland und Frankreich im so genannten Weimarer Dreieck stärken.

Beim Treffen zum 25. Gründungsjubiläums des Gesprächsforums an diesem Sonntag in Weimar wolle er seinem deutschen und französischen Amtskollegen, Frank-Walter Steinmeier und Jean-Marc Ayrault, dazu konkrete Vorschläge machen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Warschau.

Das Weimarer Dreieck wurde 1991 als Instrument unter anderem zur Annäherung Polens an die EU ins Leben gerufen.

«Für uns ist es (das Dreieck) ein Instrument, das auch einen wichtigen Motor bei der Vorstellung neuer Initiativen darstellen kann», betonte Waszczykowski.

Der polnische Spitzendiplomat strebt unter anderem regelmäßige Konsultationen der drei Länder vor Treffen des Europarates sowie vor EU-Außenministertreffen an. Er wünscht sich auch gemeinsame Auslandsreisen der Außenminister und eine engere Kooperation bei Entwicklungsprojekten und humanitärer Hilfe.

Außerdem hofft Waszczykowski noch in diesem Jahr auf ein Gipfeltreffen der Präsidenten Andrzej Duda und François Hollande mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, die am Freitag in Warschau zu Gast ist.

Ein Gipfeltreffen in diesem Format fand zuletzt im Februar 2011 statt. Damals trafen sich Kanzlerin Merkel, der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der polnische Staatspräsident Bronisław Komorowski in Warschau.