Obama ruft Kongress zur Aufhebung des Kuba-Embargos auf  

Die USA und Kuba nehmen nach den Worten von US-Präsident Barack Obama nach über 50 Jahren wieder diplomatische Beziehungen auf.

Zugleich rief er den Kongress auf, das Wirtschaftsembargo gegen die sozialistische Karibikinsel aufzuheben. «Wir sind Nachbarn, jetzt können wir Freunde sein», sagte Obama am Mittwoch im Rosengarten des Weißen Hauses.

Die USA und Kuba wollen ihre Botschaften in der jeweils anderen Hauptstadt am 20. Juli wieder öffnen, teilte die kubanische Regierung in Havanna mit. Ranghohe Vertreter beider Länder überreichten sich am Mittwoch Schreiben ihrer Präsidenten, in denen sich Obama und Raul Castro auf diesen Schritt einigten. Obama kündigte an, Außenminister John Kerry werde zur Botschaftseröffnung nach Kuba reisen.

Obama sprach von einem «historischen Schritt». Die jahrzehntelange Isolation Kubas habe letztlich zu keinem Erfolg geführt. Man dürfe nicht zum «Gefangenen der Vergangenheit» werden. Er machte klar, dass die USA auch weiterhin für Demokratie und Menschenrechte in Kuba eintreten und ihre Stimme erheben werden.