Wasserkrise in Brasiliens Millionenmetropole São Paulo

Weil es zu wenig regnet, wird die Wasserversorgung für Millionen Menschen in Brasiliens größter Stadt São Paulo immer schwieriger. Die Reserven des Staudammsystems Cantareira fielen auf ein Rekordtief von 5,5 Prozent des Wasservolumens.

Wasserkrise in Brasiliens Millionenmetropole São Paulo
Soeren Stache Wasserkrise in Brasiliens Millionenmetropole São Paulo

Vor einem Jahr lag das Niveau im Oktober bei 40 Prozent. Die Regionalregierung schloss allerdings eine Rationierung aus. Das aus sechs Staudämmen bestehende System versorgt mindestens 6,5 Millionen Menschen - rechnet man die Außenbezirke hinzu leben in der Wirtschaftsmetropole etwa 20 Millionen Menschen.

Seit Mai werden als Notmaßnahme bereits tiefer liegende Wasserreserven hoch gepumpt. Sie sind aber schon zum Großteil aufgebraucht und dürften bis Ende November erschöpft sein. Die Regional-Behörde Sabesp versicherte, das Wasser werde nicht ausgehen. Es wird erwogen auf noch tiefer liegende Reservoirs zurückzugreifen, wogegen es Bedenken gibt. Sollte es in den nächsten Monaten nicht genügend regnen, droht dem System ein Kollaps.