Weißes Haus bestätigt Echtheit von IS-Enthauptungsvideo

Die USA haben die Echtheit des von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verbreiteten Videos bestätigt, das die Ermordung einer fünften westlichen Geisel zeigt. Präsident Barack Obama verurteilte die Enthauptung des US-Bürgers Peter Kassig und sprach der Familie sein Beileid aus.

Der aus Indianapolis (Indiana) stammende Entwicklungshelfer habe einen «unzähmbaren Geist des Guten und der Ausdauer» in sich getragen, erklärte Obama auf seiner Rückreise vom G20-Gipfel in Australien. Wie die zuvor vom IS enthaupteten Amerikaner Jim Foley und Steven Sotloff stehe sein Wirken in starkem Kontrast zu allem, wofür die Sunnitenmiliz stehe.

Kassig, der nach seinem Verschwinden zum Islam übergetreten war und sich Abdul-Rahman nannte, habe um die Leben verletzter Syrer gekämpft, teilte Obama mit. Seine Arbeit in einem Krankenhaus im Libanon und in seiner später gegründeten Hilfsorganisation seien die «selbstlosen Taten eines Menschen, den das Schicksal des syrischen Volkes zutiefst bewegte». Seine Entführung durch IS-Terroristen sei ein Akt des puren Bösen gewesen.

Der 26-Jährige Ex-Elitesoldat arbeitete nach Angaben seiner Eltern als Entwicklungshelfer in Syrien, als er am 1. Oktober 2013 in Dair as-Saur im Osten des Landes entführt wurde. In dem Video ist auch die brutale Massenhinrichtung gefangener Soldaten zu sehen.