Weihnachtsgeld? Schön wär's!

Nur gut die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland erhält regelmäßig Weihnachtsgeld. Das ist das Ergebnis einer in Düsseldorf veröffentlichten Online-Umfrage des gewerkschaftlichen WSI-Tarifarchivs.

Umfrage: Weihnachtsgeld nur für gut die Hälfte der Arbeitnehmer
Karl-Josef Hildenbrand Umfrage: Weihnachtsgeld nur für gut die Hälfte der Arbeitnehmer

Dort berichteten 54 Prozent der mehr als 10 000 Teilnehmer, dass sie unterschiedlich hohe Jahressonderzahlungen in Form von Weihnachtsgeld erhalten.

Am größten sind die Chancen westdeutscher Vollzeitbeschäftigter, für die ein Tarifvertrag gilt. Bei möglichen Mehrfachnennungen berichteten die Arbeitnehmer auch über Gewinnbeteiligungen (15 Prozent) und sonstige Sonderzahlungen (19 Prozent).

Weihnachtsgeld wird typischerweise im November ausgezahlt und ist in der Regel nicht gewinnabhängig, erläuterte WSI-Experte Reinhard Bispinck. Es kann als Anspruch aus Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen, individuellen Arbeitsverträgen oder auch aus betrieblicher Übung fällig werden.

In Tarifverträgen wird es meist unabhängig von der weiteren Sonderzahlung des Urlaubsgeldes geregelt. Besonders hohes tarifliches Weihnachtsgeld in Höhe eines vollen Monatsgehalts gibt es unter anderem im Bankgewerbe, in der Druck- und in der Süßwarenindustrie. Ein Fixum von 499 Euro gibt es beispielsweise im sächsischen Hotelgewerbe.