Weiterer Hinweis auf Rolle von NSA bei Trojaner «Regin»

Hinweise auf eine Verbindung zwischen dem US-Abhördienst NSA und der Spionage-Software «Regin» gab es schon länger, jetzt gibt es ein weiteres handfestes Indiz dafür.

Weiterer Hinweis auf Rolle von NSA bei Trojaner «Regin»
Karl-Josef Hildenbrand Weiterer Hinweis auf Rolle von NSA bei Trojaner «Regin»

Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky stellte fest, dass «Regin» und ein von westlichen Geheimdiensten verwendetes Programm den selben Softwarecode für das Mitschneiden der Tastatur-Anschläge haben.

Über das Spähprogramm «QWERTY», das von der Geheimdienst-Allianz «Five Eyes» eingesetzt wird, hatte vor kurzem das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtet. Es hat Unterlagen dazu aus dem Fundus des Informanten Edward Snowden. Zu der «Five Eyes»-Allianz gehören die Geheimdienste der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australien und Neuseelands.

Mit dem komplexen «Regin»-Programm wurden jahrelang Unternehmen und Behörden vor allem in Russland und Saudi-Arabien ausgespäht. Elemente von «Regin» sollen aber auch bei Angriffen der NSA und ihres britischen Partnerdienstes GCHQ auf EU-Institutionen und den belgischen Telekom-Konzern Belgacom festgestellt worden sein. Ende Dezember war «Regin» zudem auf einem Computer einer Mitarbeiterin im Europareferat des Kanzleramts entdeckt worden.