Weiterer Pottwal-Kadaver vor Büsum entdeckt

Vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste ist ein dritter Pottwalkadaver aufgetaucht. Nahe Büsum entdeckten Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Tönning das tote Tier am Mittwoch auf einer Sandbank, wie WSA-Sprecher Asmus Plötz sagte. Der Kadaver sei zehn bis zwölf Meter lang.

Unterdessen konnte das Schiff «Neuwerk» einen der beiden nahe Helgoland entdeckten Jungbullen an Deck nehmen, um ihn an Land zu bringen. Anschließend solle das Gewässerschutzschiff auch den zweiten toten Wal bergen und dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein übergeben, sagte Plötz. Über die Todesursache der Tiere gab es zunächst keine Informationen.

Mit dem Fund vor Büsum sind nun insgesamt zehn tote Pottwale in den vergangenen Tagen an der Nordseeküste angeschwemmt worden. Außer den zwei 12 bis 16 Meter langen Tieren nahe Helgoland wurden vor der niederländischen Insel Texel fünf und auf der ostfriesischen Insel Wangerooge zwei weitere Pottwale angespült.

Damit sind nach Angaben eines Sprechers des Nationalparks Wattenmeer seit 1990 insgesamt 80 Pottwale an den Küsten Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande gefunden worden.

In aller Regel handle es sich um Jungbullen, die auf ihrer Wanderung durch den Atlantik zwischen November und März vom Kurs abkommen. Ein Zusammenhang zwischen den Strandungen gilt nach Einschätzung des Sprechers als wahrscheinlich, da die Tiere in Gruppen auftreten.