Welthandelskonferenz uneinig über Doha-Entwicklungsrunde

Die mehr als 160 Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) haben bei ihrer Ministerkonferenz in Nairobi keine gemeinsame Haltung zur Zukunft der Doha-Entwicklungsrunde gefunden.

Welthandelskonferenz uneinig über Doha-Entwicklungsrunde
Dai Kurokawa Welthandelskonferenz uneinig über Doha-Entwicklungsrunde

Trotz zäher Verhandlungen wird im Entwurf der Abschlusserklärung, der am Samstag zur Beschlussfassung vorgelegt wurde, auf die gegensätzlichen Positionen in der Doha-Frage verwiesen.

Die 2001 im Emirat Katar von den WTO-Mitgliedern vereinbarte Doha-Agenda hat die Liberalisierung des Welthandels bei zugleich besonderer Förderung der Entwicklungsländer zum Ziel.

Die USA, die EU und andere westliche Staaten erklärten, die Doha-Verhandlungen hatten in 14 Jahren keine greifbaren Ergebnissen gebracht. Sie wollen eine Neuausrichtung der WTO mit Verhandlungen über neue Themen der Globalisierung. Viele Entwicklungsländer sowie große Schwellenländer wie Indien und China lehnen dies ab und fordern die Fortsetzung der Verhandlungen.

Beide Positionen werden im Entwurf der Abschlusserklärung genannt. Zugleich seien sich aber alle darin einig, dass noch Verhandlungen zu «restlichen Themen» der Doha-Runde geführt werden sollten. Uneins sind sich die WTO-Staaten aber wiederum über den organisatorischen Rahmen, in dem dies künftig geschehen soll.