Weltweiter Aktionstag gegen Freihandelsabkommen TTIP

Das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU sorgt weltweit für Proteste. Heute wollen Gewerkschaften, soziale Bewegungen und Organisationen rund um den Globus ihren Widerstand gegen die Vereinbarung zum Ausdruck bringen.

Weltweiter Aktionstag gegen Freihandelsabkommen TTIP
Wolfgang Kumm Weltweiter Aktionstag gegen Freihandelsabkommen TTIP

Nach Angaben des globalisierungskritischen Netzwerks Attac sind alleine in Deutschland in mehr als 200 Städten und Gemeinden Kundgebungen und Aktionen geplant. So soll etwa in Berlin eine Menschenkette gebildet werden. Eine zentrale deutsche Kundgebung ist nicht vorgesehen. Weltweit seien über 600 Aktionen angekündigt, teilte Attac mit.

Am Montag beginnt in New York die neunte Verhandlungsrunde zu dem Handelsabkommen. Es geht dabei um den Abbau von Hemmnissen im transatlantischen Handel und die Ankurbelung grenzüberschreitender Investitionen in diesem Raum. Umwelt- und Verbraucherschützer befürchten aber ein Absenken europäischer Standards.

Attac forderte das EU-Parlament auf, sich in einer Resolution gegen TTIP auszusprechen. Auch das vorgesehene Abkommen CETA mit Kanada dürfe nicht ratifiziert werden. «Attac sieht in den geplanten Abkommen einen Angriff auf soziale, rechtliche und ökologische Standards dies- und jenseits des Atlantiks», erklärte das Netzwerk. «Profitieren würden allein große Konzerne und Banken.»