Werder-Aus in der ersten Pokalrunde: 1:2 beim Drittligisten SF Lotte

Fußball-Bundesligist Werder Bremen muss erneut eine Erstrunden-Pleite im DFB-Pokal hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik unterlag verdient beim Drittliga-Aufsteiger Sportfreunde Lotte mit 1:2 (1:1).

Werder-Aus in der ersten Pokalrunde: 1:2 beim Drittligisten SF Lotte
Guido Kirchner Werder-Aus in der ersten Pokalrunde: 1:2 beim Drittligisten SF Lotte

Matthias Rahn (8. Minute) und Andre Dej (54.) besiegelten vor der Lotter Rekordkulisse von 10 059 Zuschauern im ausverkauften Frimo-Stadion das frühe Aus der Norddeutschen. Zlatko Junuzovic (45.) hatte zwischenzeitlich den Ausgleich erzielt.

Während Bremen seit 2011 bereits zum vierten Mal zum Pokalauftakt scheiterte, zog Lotte zum ersten Mal in der Clubgeschichte in die zweite Runde ein. In der Schlussphase (82.) sah der Bremer Fin Bartels nach einer Tätlichkeit die Rote Karte.

Skripnik musste auf Torjäger Claudio Pizarro (Faserriss) verzichten und bot in den Innenverteidigern Lamine Sané und Niklas Moisander sowie Max Kruse und Stürmer Lennart Thy gleich vier Neuzugänge auf. Die Bremer waren gewarnt, denn zwischen 2011 und 2013 schieden sie jeweils gegen Drittligisten in der ersten Runde aus.

Die Sportfreunde wollten es im dritten Anlauf besser machen als bei ihren Erstrunden-Niederlagen 2009 (gegen den VfL Bochum) und im Vorjahr gegen Bayer Leverkusen. Entsprechend engagiert ging das Team von Trainer Ismail Atalan in die Partie. Werder-Kapitän Clemens Fritz musste bereits in der 2. Minute einen Moisander-Fehler ausbügeln und in höchster Not gegen den einschussbereiten Bernd Rosinger retten.

Dennoch geriet der Favorit früh in Rückstand. Nach einer Ecke von Dej war Innenverteidiger Rahn zur Stelle und hämmerte den Ball unhaltbar für Torhüter Felix Wiedwald ins Netz. Danach hatte Werder Pech bei zwei Aluminium-Treffern von Bartels und Sambou Yatabaré innerhalb von zwei Minuten.

In dem typischen Pokalfight mit Chancen auf beiden Seiten war kein Klassenunterschied zu erkennen, auch wenn Werder angetrieben vom Ex-Wolfsburger Kruse mehr Ballbesitz hatte. Die neu formierte Bremer Abwehr wackelte häufig bedenklich. Wiedwald musste mehrfach eingreifen und hatte Glück, als Alexander Langlitz (36.) nur das Lattenkreuz traf. Mit dem 1:1 durch das Kopfballtor von Junuzovic Sekunden vor dem Pausenpfiff war Werder gut bedient.

Nach dem Wechsel wurde Bremen wieder kalt erwischt und musste nach dem 2:1 von Dej erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Lottes Schlussmann Benedikt Fernandez verhinderte bei einem abgefälschten Junuzovic-Schuss das 2:2. Zwar warfen die Bremer in der Schlussphase nochmal alles nach vorn, doch am Ende waren die aufopferungsvoll kämpfenden Sportfreude dem 3:1 sogar näher als Werder dem Ausleich.