Werder nach 0:0 in Köln vor Abstiegs-Endspiel

Werder Bremen muss bis zum Schluss zittern. Nach dem 0:0 beim 1. FC Köln benötigt der viermalige deutsche Fußballmeister im Abstiegsgipfel gegen Eintracht Frankfurt einen Sieg, um sich auf jeden Fall noch zu retten.

Werder nach 0:0 in Köln vor Abstiegs-Endspiel
Maja Hitij Werder nach 0:0 in Köln vor Abstiegs-Endspiel

Fünf Tage nach dem glanzvollen 6:2 gegen Stuttgart gelang der Elf von Trainer Viktor Skripnik kein Treffer - und nun ist der Showdown da: Werder hat vor dem letzten Bundesligaspieltag als 16. nun 35 Punkte, die Hessen als 15. haben einen Zähler mehr.

Die Bremer, von ihren 6500 Fans unter den 50 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion leidenschaftlich angefeuert, agierten lange mutig nach vorn. Mit 32 Treffern im Jahr 2016 stellten sie vor dem 33. Spieltag hinter Dortmund (33) die zweitgefährlichste Offensive. Die beste Chance in der Anfangsphase hatte indes der FC: Simon Zollers Schuss aus spitzem Winkel in der 7. Minute konnte Felix Wiedwald aber parieren. Fünf Minuten später strich Fin Bartels' Versuch nur knapp am linken Pfosten des Kölner Gehäuses vorbei.

In der 26. Minute erzielte Santiago Garcia dann vermeintlich das 1:0 für Bremen. Wegen eines angeblichen Angreiferfouls des Dänen Jannik Vestergaard erkannte Schiedsrichter Felix Zwayer den Treffer aber nicht an. Von der Werder-Bank kamen trotz der umstrittenen Szene nur wenig Proteste.

Die seit dem 4:1 am 31. Spieltag gegen Darmstadt geretteten Kölner, bei denen Kapitän Matthias Lehmann gesperrt fehlte, taten vor der Pause zu wenig, um die überlegenen Hanseaten gefährden zu können. Weder von Leonardo Bittencourt, dessen Rot-Sperre abgelaufen war, noch von den anderen FC-Profis gab es nach vorn gute Impulse.

Mehr Gefahr ging von Werder aus: Eine Vestergaard-Flanke nahm Zlatko Junuzovic volley, traf aber nur den Außenpfosten (43.). In der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten bewahrte Wiedwald Bremen mit einer Fußabwehr gegen Torjäger Anthony Modeste vor dem 0:1.

Der FC, dem erstmals seit 24 Jahren eine einstellige Endplatzierung in der Bundesliga winkt, wirkte in den zweiten 45 Minuten engagierter, nachdem Trainer Peter Stöger Yuya Osako für Zoller und Kevin Vogt für Yannick Gerhardt eingewechselt hatte.

Werder aber hielt dagegen: Papy Djilobodjis Kopfballversuch strich knapp am Tordreieck vorbei (58.), ehe Wiedwald gegen Bittencourt energisch eingreifen musste (62.). In der 72. Minute forderten die Kölner nach einem Foul von Djilobodj an Dominic Maroh Strafstoß, den Zwayer nicht gab.

Werder-Coach Viktor Skripnik setzte dann auf einen ehemaligen Kölner: Der von den FC-Fans ausgepfiffene Anthony Ujah kam für Levin Öztunali (75.). Gefährlich wurde es zwei Minuten später aber für Bremen: Wiedwald konnte einen Volley von Modeste reflexartig abwehren. Drei Minuten vor dem Schlusspfiff scheiterte der Franzose abermals an Bremens Keeper. In der Nachspielzeit war dann sogar zweimal das 1:0 für Werder möglich. Aber auch der FC hatte noch eine Großchance.