Westerwelle: Gesprächsfaden mit Türkei nicht abreißen lassen

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat gefordert, den Gesprächsfaden mit der Türkei nicht abreißen zu lassen.

Westerwelle: Gesprächsfaden mit Türkei nicht abreißen lassen
Olivier Hoslet

Zu Beginn eines Treffens der EU-Außenminister sagte Westerwelle am Montag in Luxemburg, bei der Entscheidung über die Eröffnung eines neuen Verhandlungskapitels müssten auch strategische Interessen der EU berücksichtigt werden.

Westerwelle wiederholte nicht frühere Äußerungen aus deutschen Regierungskreisen, wonach die Verhandlungen über ein neues Verhandlungskapitel «wohl eher nicht möglich» seien. Vielmehr sagte er: «Es gibt natürlich Ereignisse. Auf der anderen Seite gibt es aber auch langfristige Interessen. Und zwar Interessen auf Seiten aller Beteiligten. Und dazu müssen jetzt die Gespräche geführt werden.»

Die Eskalation in der Türkei sei «alles andere als gut gewesen», sagte der Minister. «Auf der anderen Seite geht es auch darum, dass wir uns auch der Verantwortung bewusst sind für die strategischen, langfristigen Entwicklungen gerade im Verhältnis zur Türkei.»