Westliche Geiseln bei US-Anti-Terror-Einsatz getötet

Bei einem amerikanischen Anti-Terror-Einsatz an der afghanisch-pakistanischen Grenze sind nach Angaben des Weißen Hauses im Januar versehentlich zwei westliche Geiseln getötet worden.

Westliche Geiseln bei US-Anti-Terror-Einsatz getötet
Erik Gudmundson Westliche Geiseln bei US-Anti-Terror-Einsatz getötet

Dabei habe es sich um einen US-Bürger und einen Italiener gehandelt, teilte Regierungssprecher Josh Earnest in Washington mit. Die beiden Männer seien in der Gewalt des Terrornetzwerkes Al-Kaida gewesen. Der US-Geheimdienst habe von ihrer Präsenz dort nichts gewusst. Laut dem «Wall Street Journal» handelte es sich um einen Raketenangriff mit einer Drohne in Pakistan.

US-Präsident Barack Obama übernehme die volle Verantwortung für die Operation. Er wollte noch heute vor der Presse Stellung beziehen. «Keine Worte können unser Bedauern über diese schreckliche Tragödie ausdrücken», sagte Earnest in der Mitteilung.

Bei dem Angriff sei noch ein zweiter US-Staatsbürger getötet worden, der der Al-Kaida-Führung angehört habe. Er sei allerdings nicht Ziel des Einsatzes gewesen. Bei einem separaten Einsatz sei zudem noch ein weiterer Amerikaner getötet worden, der für das Terrornetzwerk tätig gewesen sei. Auch er sei eigentlich nicht speziell ins Visier genommen worden. Die USA hätten keine Information über ihre Anwesenheit gehabt.