«Wetten, dass..?»: Markus Lanz ganz entspannt

Markus Lanz (44) hat den ZDF-Showklassiker «Wetten, dass..?» am Samstagabend ziemlich souverän und locker über die Bühne gebracht.

«Wetten, dass..?»: Markus Lanz ganz entspannt
Jan Woitas «Wetten, dass..?»: Markus Lanz ganz entspannt

Sicher, recht humorvoll, pannenfrei und dann noch weitestgehend kurzweilig führte der in den vergangenen Monaten viel kritisierte Lanz am Samstagabend durch seine Sendung in Halle an der Saale.

Und Glück kam auch noch hinzu: Er brachte einige prominente Gäste zum Jodeln, zumindest zum Singen, alle Wetten klappten, einschließlich der Kinderversion, auch die Stadtwette funktionierte.

Schauspielerin Stephanie Stumph, die unaufhörlich die Werbetrommel für ihren ZDF-Sonntagsfilm rührte, gelang es, mehr als 1000 Bürger zum Marktplatz zu locken, um eine Fläche von rund 250 Quadratmetern mit gelben Textilien so auszufüllen, dass ein riesengroßer Pullover geformt wurde, der so aussah wie das Lieblingskleidungsstück eines der berühmtesten Söhne der Stadt: Hans-Dietrich Genscher. Für Lanz bleibt zu hoffen, dass die Einschaltquote über dem mäßigen Wert von Oktober (6,85 Millionen Zuschauer) liegt. Sonntagmorgen wird er's wissen. Sein größter Konkurrent ist Dieter Bohlen mit der RTL-Show «Das Supertalent», die zuletzt wieder besser beim TV-Publikum ankam.

Zu Beginn der Show am Jahrestag des Mauerfalls vergaß Lanz nicht, darauf hinzuweisen, dass vor rund 25 Jahren eine Sendung aus Halle noch undenkbar gewesen wäre. Und seine Gäste erwiesen sich als dankbare Gesprächspartner: Fußballer Lukas Podolski begleitete mit großer Freude die Wette des Esseners Johannes Witzenrath, der alle Bundesliga-Begegnungen der vergangenen zehn Jahre und ihre Torschützen kannte. Und Sängerin Céline Dion bekannte mehrfach ihre Leidenschaft für die deutsche Sprache, eine Mischung aus Französisch und Englisch, wie sie empfand. Die ewige Frage nach dem «Titanic»-Titelsong empfinde sie als «Luxus-Problem», versicherte Dion zur Beruhigung.

Überraschend zog Lanz mit Barbara Meier, der zweiten Siegerin des ProSieben-Wettbewerbs «Germany's next Topmodel», noch ein nicht angekündigtes As aus dem Ärmel - sie wettete darauf, dass der Schweizer Köbi Schwitter (59), mittlerweile zum vierten Mal bei «Wetten, dass..?» als Kandidat im Einsatz, mit der Kraft seiner Lunge ein Luftkissen unter einem Rennauto so aufpumpen könnte, dass am Boliden die Reifen gewechselt werden können. Auch diese Wette, angeblich Köbi Schwitters letzte, funktionierte. Wettkönig zum Schluss wurde dann jedoch ein anderer: Der Bundesliga-Experte - und das mit deutlichem Abstand.