WHO berät über Bekämpfung des Zika-Virus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Montag wegen der Ausbreitung des Zika-Virus über die Ausrufung eines globalen Gesundheitsnotstands beraten. Dies teilte ein WHO-Sprecher am Nachmittag mit.

Das Ergebnis der Experten-Runde werde voraussichtlich am (morgigen) Dienstag mitgeteilt. Zuletzt hatte die WHO im August 2014 wegen Ebola in Westafrika einen globalen Notstand erklärt.

Der Expertenrat soll Maßnahmen zur Eindämmung des Erregers vorschlagen, der sich in Lateinamerika rasant ausbreitet und mit einem starken Anstieg von Fehlbildungen bei Neugeborenen einhergeht. Eine Notfallregelung würde auch Staaten außerhalb der Seuchengebiete verpflichten, Maßnahmen einzuleiten, die eine Ausbreitung des Erregers oder seines Überträgers verhindern sollen.

Allein in Brasilien gibt es bisher rund 4180 Verdachtsfälle von möglichen Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie). Bei einer Mikrozephalie kommen die Babys mit einem zu kleinen Schädel auf die Welt; dies führt meist zu geistigen Beeinträchtigungen. Die WHO spricht von einer zeitlichen und räumlichen Übereinstimmung der Fehlbildungen mit der Ausbreitung des Zika-Erregers. Mikrozephalie kann auch andere Ursachen haben, etwa Röteln in der Schwangerschaft.