WHO-Experten beraten über Gefahrenpotential des Zika-Virus

Die mögliche Ausrufung eines globalen Gesundheitsnotstands wegen des Zika-Virus steht heute im Zentrum von Beratungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

WHO-Experten beraten über Gefahrenpotential des Zika-Virus
Orlando Barria WHO-Experten beraten über Gefahrenpotential des Zika-Virus

Ein WHO-Beirat von medizinischen Experten aus verschiedenen Ländern tagt in einer Konferenzschaltung und wird anschließend Ratschläge an die UN-Behörde in Genf abgeben. Ergebnisse sollen jedoch erst in den darauffolgenden Tagen veröffentlicht werden. Zuletzt hatte die WHO im August 2014 wegen Ebola einen globalen Notstand erklärt.

Außerdem soll der Expertenrat Maßnahmen zur Eindämmung des Erregers vorschlagen, der sich in Lateinamerika rasant ausbreitet und mit einem starken Anstieg von Fehlbildungen bei Neugeborenen einhergeht. Die Ratschläge könnten unter anderem den Reiseverkehr in betroffene Gebiete, die medizinische Versorgung von Kranken sowie die Infektionskontrolle betreffen.

In Brasilien, dem bisher am stärksten betroffenen Land, gehen Behörden von bis zu 1,5 Millionen Verdachtsfällen aus. In dem Land gibt es bisher rund 4180 Fälle von möglicher Schädelfehlbildung. Die WHO spricht von einer zeitlichen und räumlichen Übereinstimmung der Fehlbildungen mit der Ausbreitung des Zika-Virus.