Wichtige syrische Rebellengruppe verlässt Oppositionstreffen

Eine der wichtigsten syrischen Rebellengruppen hat sich von der Einigungskonferenz der Regimegegner in Riad zurückgezogen.

Die radikal-islamische Brigade Ahrar al-Scham erklärte am zweiten Tag des Treffens über Twitter, sie habe sich zu diesem Schritt gezwungen gesehen. In der Stellungnahme hieß es, Personen, die dem Regime zugerechnet werden müssten, sei eine wesentliche Rolle gegeben worden. Zugleich seien die Rebellengruppen nicht nach ihrem «tatsächlichen Gewicht» vertreten worden.

Die Rebellengruppe Ahrar al-Scham ist vor allem im Nordwesten Syriens stark. Gegner werfen ihr enge Verbindungen zur Nusra-Front vor, dem syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Die Kritik von Ahrar al-Scham richtet sich gegen Vertreter der Inlandsopposition, die vom Regime in Damaskus geduldet werden. Die Konferenz hat das Ziel, die Reihen der zersplitterten syrischen Opposition für Friedensgespräche mit der Regierung zu schließen.