Wiederentdeckt: Agnes Martins Bilder der Ruhe und Stille

Agnes Martin gehörte zu der legendären New Yorker Künstlerszene um Mark Rothko, Barnett Newman, Ellsworth Kelly oder Robert Rauschenberg. Doch die US-Künstlerin (1912-2004) erlangte nie die Breitenwirkung wie ihre heute berühmten männlichen Künstlerkollegen.

Wiederentdeckt: Agnes Martins Bilder der Ruhe und Stille
Federico Gambarini Wiederentdeckt: Agnes Martins Bilder der Ruhe und Stille

Vier große Museen in den USA und Europa entdecken die Meisterin der Streifen- und Gitterbilder in den nebelartigen Pastelltönen nun in einem Gemeinschaftsprojekt wieder. Nach der Londoner Tate macht die Retrospektive «Agnes Martin» mit 130 Gemälden, Zeichnungen und druckgrafischen Arbeiten Station in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (7. November bis 6. März 2016). Dann reist die Schau weiter nach Los Angeles und ins New Yorker Guggenheim Museum.

Zwar erlangte Martin schon zu Beginn ihrer künstlerischen Karriere in den 1950er Jahren die Anerkennung der männlich dominierten Kunstszene New Yorks und auch späterer Künstlergenerationen. «Dem breiten Publikum ist sie aber mehr oder weniger unbekannt», sagte die Kuratorin Maria Müller-Schareck. Dies solle die Ausstellung ändern.