Atom-Gespräche mit Iran fortgesetzt - Steinmeier nach Wien

Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind am Sonntag in Wien fortgesetzt worden. US-Außenminister John Kerry kam am Vormittag mit Irans Chefdiplomaten Mohammed Dschawad Sarif zusammen.

Gegen Mittag wird auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier erwartet. Er zeigte sich vor seiner Ankunft durchaus optimistisch, dass der seit 2002 schwelende Streit mit dem Iran gelöst werden kann, allerdings wohl nicht ganz fristgerecht. «Unser Ziel ist, Ende Juni zum Abschluss zu kommen. Es kann aber sein, dass der 30. Juni mehr als 24 Stunden haben wird», sagte Steinmeier der «Welt am Sonntag».

Ein Atomvertrag soll die Islamische Republik daran hindern, eine Nuklearwaffe zu bauen. Die 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland) verhandelt im Auftrag der Vereinten Nationen seit rund zwei Jahren äußerst intensiv mit Teheran über die genaue Ausgestaltung von dessen Atomprogramm. Falls der Iran erhebliche Restriktionen und sehr intensive Inspektionen zulässt, will der Westen im Gegenzug lähmende Wirtschaftssanktionen aufheben. Der Iran hat stets bestritten, eine Atombombe bauen zu wollen.