Atomverhandlungen mit dem Iran: Vorsichtiger Optimismus

Bei den Atomverhandlungen mit dem Iran herrscht vorsichtiger Optimismus. Die sieben beteiligten Staaten nahmen heute einen neuen Anlauf für einen Durchbruch. Es werde nicht einfach, hieß es aus den Delegationen.

Neben bilateralen Gesprächen ist zunächst eine Runde von Chefdiplomaten der 5+1-Gruppe (USA, China, Russland, Großbritannien, Frankreich sowie Deutschland) angesetzt. Beobachter erwarten einen Endspurt in der Nacht zum Freitag.

Am Rande eines Treffens aufstrebender Wirtschaftsnationen im russischen Ufa verglich der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow die Gespräche mit dem «Erklimmen eines Berges». 95 Prozent seien auf dem Weg zur Spitze zurückgelegt, die letzten Meter seien aber in der Regel die schwierigsten.

In einer Videoschalte besprachen am Mittwochnachmittag (Ortszeit USA) die Top-US-Verhandlungsführer, Außenminister John Kerry und Energieminister Ernest Moniz, mit Präsident Barack Obama die weitere Verhandlungsstrategie, wie Kerrys Sprecherin Monica Harf twitterte. Der Präsident habe die Fortschritte überprüft und Anleitungen für den Abschluss eines Abkommens gegeben, das die Anforderungen Washingtons erfülle.

Gelingt bis Freitagmorgen eine Einigung, könnte die Übereinkunft fristgerecht dem US-Kongress vorgelegt werden. Die Abgeordneten hätten dann 30 Tage Zeit zur Überprüfung. Sollte eine Einigung erst nach Freitagmorgen kommen, verdoppelt sich dieser Zeitraum, da der Kongress in die Sommerpause geht.