William Kentridge zeigt «Gesamtkunstwerk» in Berlin

Der südafrikanische Starkünstler William Kentridge (61) zeigt in Berlin sein Werk in einer ungewöhnlichen Doppelschau. Unter dem Titel «No It Is!» sind im Martin-Gropius-Bau Zeichnungen, Animationsfilme und Installationen zu sehen.

William Kentridge zeigt «Gesamtkunstwerk» in Berlin
Jörg Carstensen William Kentridge zeigt «Gesamtkunstwerk» in Berlin

Das Festival Foreign Affairs bringt dann im Juli Theaterproduktionen, Lesungen und Liederabende auf die Bühne. Museumsdirektor Gereon Sievernich nennt das Projekt ein «Gesamtkunstwerk».

Vor der Ausstellungseröffnung am Mittwoch sagte Kentridge in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, sein «Rohmaterial» sei die Vorläufigkeit und Unsicherheit der Welt. «Mich interessiert, was wird, wenn daraus ein Film oder eine Zeichnung oder eine Skulptur entsteht.»

Der in der Anti-Apartheids-Bewegung verwurzelte Künstler lebt und arbeitet in Johannesburg. Bekannt wurde er mit seinen Animationsfilmen, die auf Kohle- und Kreidezeichnungen beruhen. Drei Mal war er bei der Documenta in Kassel, vier Mal bei der Biennale in Venedig vertreten.