Wolff: Formel 1 richtig für Zukunft aufstellen

Die Formel 1 muss sich nach Ansicht von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff für eine Zeit nach Chefvermarkter Bernie Ecclestone rüsten.

Wolff: Formel 1 richtig für Zukunft aufstellen
Diego Azubel Wolff: Formel 1 richtig für Zukunft aufstellen

«Manche mögen glauben, dass sie vielleicht unsterblich sind, und dass die Performance die gleiche bleibt. Man hat aber eine große Verantwortung für den Sport und da zählt es auch, den Sport richtig für die Zukunft aufzustellen», sagte Wolff im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Ferrari-Patron Sergio Marchionne hatte schon zuvor geäußert, dass sich die Formel 1 Gedanken machen müsse, da Ecclestone mit seinen 85 Jahren auch einmal in Rente gehen werde.

Die oft schlagzeilenträchtigen Aussagen des Briten bewertet Wolff skeptisch. «Irrationalität und übertriebene Emotionalität haben in keinem Job einen Platz. Die Zeiten verändern sich, wir leben in einer digitalen Welt und alle paar Tage irgendeine Schlagzeile herauszuschleudern, ohne darüber nachzudenken, ist sicher nicht der richtige Weg», sagte Wolff weiter.

Die Achtung des Österreichers, der seit Januar 2013 Motorsportchef bei Formel-1-Branchenprimus Mercedes ist, vor Ecclestone ist dennoch groß. «Er hat diesen Sport zu einem globalen Sport gemacht und das verdient Anerkennung», beteuerte Wolff. Ecclestone leitet seit mehr als 40 Jahren die kommerziellen Formel-1-Geschicke.

Auf die Frage, wie lange er noch bei Mercedes bleiben wolle, und ob er einen Masterplan für seine berufliche Laufbahn verfolge, antwortete Wolff: «Den Plan habe ich, aber über den zu sprechen ist es zu früh. Die Rolle bei Mercedes macht mir Spaß. Ich habe die Unterstützung des Vorstandes und der Daimler-Mitarbeiter. Ich freue mich über die Unterstützung im Team. Insofern habe ich sehr gute Rahmenbedingungen, um die Ziele mit Mercedes weiterzuverfolgen.»