Xing-Gründer schaltet Start-up-Förderer HackFWD auf Sparflamme

Lars Hinrichs, der Gründer des Karriere-Netzwerks Xing, war unter den ersten Start-up-Förderern in Deutschland - und schaltet jetzt seine Plattform HackFWD auf Sparflamme.

HackFWD werde keine neuen Unternehmen in das Förderprogramm aufnehmen, sondern nur noch die bisherigen Start-ups betreuen, kündigte Hinrichs in einem Blogeintrag am Donnerstag an. Die Plattform hatte seit dem Start vor gut drei Jahren nur 16 Unternehmen aus über 3000 Bewerbungen ausgesucht.

Hinrichs räumte mehrere Probleme ein. Zum einen habe man bei HackFWD in einigen Fällen nicht schnell genug reagiert, wenn das Geschäftsmodell eines Start-ups nicht funktionierte. Zum anderen sei die Bürokratie in einigen europäischen Ländern unterschätzt worden und es dauere länger als erwartet, die Unternehmen für einen Börsengang oder Verkauf fitzumachen. Er habe rund acht Millionen Euro in die Plattform und die Start-ups gesteckt. Eine Dividende auf die Investitionen sei zwar sicher - aber es bleibe offen, ob das Portfolio zwei oder drei Mal mehr wert sei.

Hinrichs hatte 2009 den Chefposten bei Xing verlassen. Das Business-Netzwerk gehört inzwischen dem Medienkonzern Burda.