«YouNow»-Chef weist Vorwürfe von Jugendschützern zurück

 Der Chef des Videoportals «YouNow», Adi Sideman, hat Vorwürfe, das Angebot seines Unternehmens sei jugendgefährdend, zurückgewiesen. «Wir haben das Internet nicht erfunden», sagte Sideman der Deutschen Presse-Agentur. «Facebook, Twitter und all die anderen sind auch ab 13 Jahren zugelassen».

«YouNow»-Chef weist Vorwürfe von Jugendschützern zurück
Stefan Sauer «YouNow»-Chef weist Vorwürfe von Jugendschützern zurück

Zuvor hatten Politiker das Portal wegen angeblich unzureichender Jugendschutz-Bestimmungen kritisiert und vorgeworfen, Kindesmissbrauch und Cyber-Mobbing zu begünstigen.

Für Sidemann ist die Kritik unberechtigt. «Nur weil irgendwer, irgendwo, mitten in der Nacht eine nackte Person findet, nachdem er tagelang danach gesucht hat, heißt das nicht, dass wir einen schlechten Job machen», sagte der 44-Jährige.

Zuletzt hatte das Deutsche Kinderhilfswerk vor den Gefahren von Livestreaming-Portalen wie Younow gewarnt. Es bestehe die Gefahr, dass Persönlichkeitsrechte oder Privatsphäre verletzt würden, sagte dessen Präsident Thomas Krüger. Die Online-Plattform Younow gibt es in den USA seit 2011. Dabei filmen sich die Nutzer und übertragen die Aufnahmen live ins Internet. Besonders bei Jugendlichen und Kindern ist der Dienst beliebt.