Zehn Tote bei Explosion in historischer Istanbuler Altstadt

Bei der schweren Explosion in dem bei Touristen beliebten Altstadtviertel Sultanahmet in der türkischen Metropole Istanbul sind mehrere Menschen getötet worden.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete unter Berufung auf den Gouverneur Istanbuls, zehn Menschen seien ums Leben gekommen. 15 weitere Menschen seien verletzt worden.

Aus Regierungskreisen hieß es, es habe sich vermutlich um einen Terroranschlag gehandelt. Der Sender CNN Türk berichte, die Polizei gehe von einem Selbstmordanschlag aus.

Zu der Detonation kam es in der Umgebung der Hagia Sophia und der Blauen Moschee. Die beiden weltberühmten Gebäude gehören zu den beliebtesten Touristenattraktionen der Türkei.

Die Polizei sperrte den Ort der Explosion weiträumig ab. Eine dpa-Reporterin berichtete von zahlreichen Polizisten sowie Rettungskräften. Zunächst war unklar, ob Ausländer unter den Opfern sind. Deutsche sind die größte Urlaubergruppe in der Türkei.

Eine Reporterin von CNN Türk berichtete von schockierten Touristen, die nach der Explosion auf dem Pflaster gesessen hätten. Augenzeugen hätten gesagt, sie hätten einen Feuerball aufsteigen gesehen. Zu der Detonation sei es an dem ägyptischen Obelisken gekommen, der in der Nähe der Hagia Sophia, der Blauen Moschee und des Deutschen Brunnens steht. Die Explosion um 10.20 Uhr (Ortszeit/09.20 MEZ) war noch in einigen Kilometern Entfernung zu hören.