Zehntausend gegen "Hogesa" in Köln

In Köln haben am Sonntag mehr als 10 000 Menschen gegen eine Kundgebung der fremdenfeindlichen Gruppierung "Hooligans gegen Salafisten" demonstriert.

Zehntausend gegen «Hogesa» in Köln
Henning Kaiser Zehntausend gegen «Hogesa» in Köln

An der "Hogesa"-Versammlung selbst beteiligten sich etwa 1000 Teilnehmer. Die Polizei trennte beide Lager mit einem Großaufgebot voneinander. Die "Hogesa"-Kundgebung und die Gegendemonstration fanden auf verschiedenen Seiten des Bahnhofs Köln-Deutz statt. Vereinzelt kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Hooligans und Gegendemonstranten aus dem linken Lager. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen linke Demonstranten ein, die zur Kundgebung von "Hogesa" vordringen wollten.

Zu der Gegenkundgebung waren nach Einschätzung von Beobachtern mehr als 10 000 Menschen aus dem bürgerlichen Lager gezogen. Die Stimmung war entspannt und friedlich. Auf Bannern und Transparenten war "Kein Mensch ist illegal", oder "Refugees welcome" zu lesen. Unter dem Motto "Schützt Flüchtlinge und Menschenwürde" hatte ein Bündnis aus mehr als 50 Gruppen und Vereinen einen "Anti-Hogesa-Aktionstag" mit Kulturprogramm und Kundgebungen organisiert.

Die Teilnehmer der "Hogesa"-Kundgebung hatten sich zur gleichen Zeit auf der anderen Seite des Bahnhofs versammelt. Der Platz war von der Polizei hermetisch abgeriegelt worden. Im vergangenen Oktober hatte es bei einer ersten "Hogesa"-Demonstration schwere Krawalle gegeben. Dabei waren rund 50 Polizisten verletzt worden.