Zehntausende bei Trauermarsch für ermordeten Kremlkritiker Nemzow

Nach dem Mord an dem russischen Oppositionspolitiker Boris Nemzow haben sich in Moskau Zehntausende zu einem Trauermarsch formiert. Menschen allen Alters, viele von ihnen mit Rosen und Nelken in den Händen, kamen im Gedenken an den Ex-Vizeregierungschef in das Stadtzentrum - bewacht von einem Großaufgebot an Sicherheitskräften. Auf Plakaten waren Aufschriften zu sehen wie «Ich fürchte mich nicht», aber auch «Ich fürchte mich - wer ist der Nächste?». Der Marsch soll auch über die Große Moskwa-Brücke am Kreml führen, wo Nemzow mit vier Schüssen in den Rücken ermordet worden war.