Zeitung: Russland legt Waffenlieferungen an Syrien auf Eis

Russland hat umstrittene Waffenlieferungen an seinen Verbündeten Syrien Medienberichten zufolge gestoppt - angeblich, weil das Regime in Damaskus Rechnungen nicht bezahlt.

Nach dem Eingang der ersten Raten habe das Regime von Präsident Baschar al-Assad die Zahlungen unvermittelt ausgesetzt, sagte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter des staatlichen Rüstungskonzerns Rosoboronexport der russischen Tageszeitung «Kommersant» (Samstag).

Die geplanten Lieferungen von zwölf Kampfjets vom Typ MiG-29M/M2 sowie insgesamt sechs hochmodernen Raketenabwehrsystem S-300 PMU-2 und 36 Trainingsflugzeugen Jak-130 seien auf Eis gelegt worden. Es gebe aber keinen politischen Hintergrund, sagte der Mitarbeiter. «Wir hoffen, dass die Verträge in vollem Umfang erfüllt werden können.»

Verhandlungen mit einer syrischen Militärdelegation in Moskau seien aber erfolglos verlaufen, sagte er. Kremlberater Juri Uschakow habe die Probleme indirekt bestätigt, berichtete «Kommersant».

Die UN-Vetomacht Russland hatte die Lieferungen damit begründet, dass es kein bindendes Waffenembargo gegen Syrien gebe. Besonders die USA und Israel hatten vor allem den geplanten Export des Abwehrsystems S-300 PMU-2 scharf kritisiert.