Zeitung: UN-Proben werden in Deutschland untersucht

Ein Teil der von UN-Inspekteuren im Großraum Damaskus genommenen Proben, die Auskunft über einen möglichen Giftgaseinsatz geben sollen, wird nach einem Zeitungsbericht in Deutschland analysiert.

Zeitung: UN-Proben werden in Deutschland untersucht
Str Zeitung: UN-Proben werden in Deutschland untersucht

Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) habe das Wehrwissenschaftliche Institut für
Schutztechnologien und ABC-Schutz (WIS) in Munster damit beauftragt, schreibt die «Süddeutsche Zeitung». Es handele sich um Proben, die nicht aus menschlichem Gewebe bestehen.

Untersucht würden im niedersächsischen Munster unter anderem Betonteile und Textilfasern aus den betroffenen Gebieten in Syrien. Die Bundesregierung sei von den Vereinten Nationen um Geheimhaltung gebeten worden. Sie äußere sich daher nicht zu den Untersuchungen in dem zur Bundeswehr gehörenden Institut, schreibt die Zeitung weiter.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ging erneut davon aus, dass in Syrien chemische Waffen eingesetzt wurden - wahrscheinlich von Präsident Baschar al-Assad. «Die Fakten, die für eine Verantwortung des Regimes sprechen, wiegen schwer», sagte er der Magdeburger «Volksstimme». Westerwelle betonte, sich weiter für eine
gemeinsame Haltung des UN-Sicherheitsrats und für eine politische Lösung des Konflikts einsetzen zu wollen. Er forderte Russland auf, dem syrischen Regime «die schützende Hand» zu entziehen.