Zeitung: Wohnungs-Modernisierungsumlage soll stärker sinken

Das Bundesjustizministerium will die Umlage von Modernisierungskosten auf die Miete einem Zeitungsbericht zufolge stärker einschränken als bekannt.

Zeitung: Wohnungs-Modernisierungsumlage soll stärker sinken
Daniel Karmann Zeitung: Wohnungs-Modernisierungsumlage soll stärker sinken

Unter Berufung auf ein Grundlinien-Papier des Ministeriums schreibt die «Saarbrücker Zeitung» (Donnerstag), dass Vermieter statt der bisherigen elf Prozent dann nur noch acht Prozent der Kosten an die Mieter weitergeben dürften. Im Koalitionsvertrag war lediglich eine Senkung auf zehn Prozent vereinbart worden.

Eine Ministeriumssprecherin wollte keine inhaltlichen Details bestätigen. Derzeit liefen erste Gespräche zur Umsetzung des Koalitionsvertrags. Ein Referentenentwurf für das geplante zweite Mietrechtspaket werde aber frühestens im Frühjahr 2016 vorliegen.

Dem Zeitungsbericht zufolge wird auch eine Kappungsgrenze nach Modernisierungen vorgeschlagen, mit der die Miete in acht Jahren um höchstens 50 Prozent und maximal vier Euro pro Quadratmeter steigen dürfte.

Vorgesehen sei ferner, die Berechnung von Betriebskosten auf die tatsächliche Wohnfläche zu begrenzen und die Erstellung des Mietspiegels zu reformieren. Beide Maßnahmen waren von Union und SPD bereits im Koalitionsvertrag vereinbart worden.