Zelltransplantation lässt Haare sprießen

Auf kahler menschlicher Haut haben Forscher im Labor Haare sprießen lassen. Sie hatten Zellen verpflanzt, die neue Haarfollikel entstehen lassen - ein Prozess, der im Körper normalerweise nur vor der Geburt oder nach Verletzungen abläuft.

Die Methode könne eines Tages vor allem für Patienten infrage kommen, die nicht genug Haare für eine konventionelle Haartransplantation hätten, teilten die Forscher des Columbia University Medical Center (CUMC) mit.

Bei Nagetieren war es schon länger möglich, haarbildende Zellen so zu vervielfältigen und zu transplantieren, dass später neue Haare sprießen, berichtet das Team in den «Proceedings» der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS). Entnommen werden die Zellen aus dem Teil des Haarfollikels, das Haarbildung und -wachstum steuert. Beim Menschen schlug dies bislang fehl: Die haarbildenden Zellen hätten sich bei der Vermehrung auf den flachen Kulturen im Labor stets wieder in normale Hautzellen verwandelt, sagte Studienautor Colin Jahoda von der britischen Durham University.